Fehler Vortrag Herr Limburg

Die Fehler in einem Lügenvideo aus der Klimawandelleugner-Szene.

Ein naives Weltbild als Ausgangspunkt

Wie ein Refrain wiederholt sich im Vortrag von Herrn Limburg die Aussage, dass es ja nur so wenig CO2 in der Atmosphäre gibt und dass dieses bisschen ja wohl keinen Schaden anrichten kann (bei 2h 52min, 2h 57min, 2h 59min, 3h 1min). Eine solche Aussage ist aber nicht einmal ein Argument, sondern nur das naive Ansprechen einer Emotion. Dabei kennen wir viele große Effekte durch kleine Mengen: Ein Mensch kann zu 99,95% nicht aus Alkohol bestehen, aber die 0,5 Promille Alkohol machen ihn
trotzdem fahruntüchtig. Die kleine Schmerztablette, die im ganzen Körper das Schmerzempfinden reduziert und doch nur 7 ppm des Körpergewichts ausmacht.

Ganz im Gegenteil liegt in der großen Wirkung einer kleinen Mengenänderung an CO2 gerade das Problem. Eine Kette reißt immer an ihrem schwächsten Element.

Falsche Interpretation eines über 100 Jahre alten Versuchs zum Treibhauseffekt.

Zeitpunkt im Video: 2h 50 min 34s: Herr Limburg behauptet, dass dieser Versuch beweist, dass die Erdatmosphäre keinen Treibhauseffekt hat.

Bewertung: Von einer Gewächshaus-Simulation direkt auf die Erdatmosphäre zu übertragen, ist natürlich von vorneherein nicht zu begründen. Aber auch inhaltlich bewertet Herr Limburg die Gewächshaus-Simulation falsch, denn Wärmeübertragung setzt sich aus den Komponenten Wärmeleitung, Konvektion und Wärmestrahlung zusammen. Nur bei der Komponente Wärmestrahlung gibt es einige Analogien zum Treibhauseffekt der Atmosphäre. Um den Wärmestrahlungs-Effekt zu erkennen, muss man sich aber die Nachtsituation und nicht die Situation bei voller Sonneneinstrahlung ansehen, denn am Tag überwiegt natürlich die intensive Sonneneinstrahlung. In der Nacht hingegen würde das rechts abgebildete Gewächshaus mit dem Salzdach schneller abkühlen als das linke: Hier ist tatsächlich eine Analogie vorhanden, nämlich dass das Glas ähnlich wie CO2 die langwellige Wärmestrahlung Richtung Weltall zum Boden zurück reflektiert.

CO2 soll das Klima nicht bestimmen

Diese Aussage (bei 3h 00 min) ist einfach falsch.

Es stimmt zwar, dass es auch eine Reihe anderer Gase in der Atmosphäre mit Treibhausgaswirkung gibt (wie Wasserdampf, Methan, Lachgas). Diese sorgten bereits in vorindustrieller Zeit für einen natürlichen Treibhauseffekt, der die Erde gegenüber dem thermischen Gleichgewicht eines Himmelskörpers von -18°C auf eine mittlere Temperatur von +14°C erwärmt hat. Der menschengemachte Treibhauseffekt durch die Erhöhung des CO2-Gehalts (und von Methan und Lachgas) führt nun zu einer weiteren Erwärmung der Erde.

Lüge: „CO2 begrünt den Planeten“

Diese Aussage ist falsch.

Es stimmt zwar, dass ein höherer CO2-Gehalt in der Luft das Pflanzenwachstum beschleunigt. Dieser positive Effekt entsteht aber nur, wenn die übrigen Bedingungen für ein Pflanzenwachstum (weder Dürren noch Überschwemmungen, moderate Temperaturen) erhalten bleiben. Die negativen Veränderungen des Klimas durch die Erderwärmung sind bei weitem stärker als der von Herrn Limburg benannte positive Effekt.

So hat sich die Ernährungssituation der Menschen durch mehr CO2 verschlechtert und nicht verbessert (falsche Behauptung bei 3h 03 min 40s).

Lüge: „je mehr CO2 desto besser“

Zu derartigen Aussagen (z.B. bei 3h 05 min) muss man eigentlich nichts mehr sagen.

Beispielsweise behauptet Herr Limburg, dass der vorindustrielle CO2-Gehalt der Atmosphäre von 280ppm die „Red line of death“ wäre, bei der Pflanzen nicht mehr wachsen könnten: Demnach wäre vor dem Jahr 1800 keine Landwirtschaft möglich gewesen 🙂 Zum Abschluss fordert Herr Limburg sogar ein Belohnungssystem für den Ausstoß von CO2.

Wie kommt jemand zu derartig absurden Aussagen?

Häufig lautet die Antwort, dass es sich hier um bewusste Lügen und reine Propaganda handelt. Da man aber ja auf das Gute im Menschen vertrauen soll, sei einmal angenommen, dass Herr Limburg diesen Aussagen tatsächlich glaubt. Weil er als studierter Ingenieur technisch ausgebildet ist, muss etwas anderes als Fakten ursächlich für seine falschen Bewertungen sein. Es bleibt als Erklärung für seine offensichtlichen Falschaussagen nur ein naives Urvertrauen in die Unzerstörbarkeit der menschlichen Lebensgrundlagen auf der Erde übrig.

Diese Naivität mag auch die Ursache für die große öffentliche Reichweite derartiger Falschaussagen sein. Ein realistisches Weltbild, wie es die World-Life-Balance anbietet, mag zu einer Korrekturmöglichkeit gegen derartige Falschaussagen heranwachsen. Herr Limburg, ich schenke Ihnen ein Gratisexemplar und lade Sie anschließend zum Gespräch ein!