ein inhaltlich fatales Video
In diesem Video aus dem Kanal „Grenzen des Wissens“ hat Prof. Gerd Ganteföhr den ebenfalls emeritierten Prof. Wolfgang Eberhardt zu Gast. Ihre verharmlosende These lautet:
Durch die Atombombentests in den 1960er-Jahren hat sich das Verhältnis der Kohlenstoff-Isotope C14/C12 erhöht. Da sich dieses Verhältnis bereits wieder weitgehend ausgeglichen hat, soll dies der Beweis sein, dass der menschengemachte CO2-Anstieg ebenfalls nach wenigen Jahrzehnten wieder durch natürliche Prozesse abgebaut sein wird.
Bei Minute 10:40 gibt es beispielsweise eine fatale Aussage, die wissenschaftliche Forschung zu Rechenmodellen im Allgemeinen in Frage stellt: „Alles, was wir über diese Verweildauer [von CO2] vorher wussten, ohne diese C14-Messung, sind Klimamodelle. Die sind gerechnet. […] Das ist keine richtige Wissenschaft„. Richtig ist, dass Wissenschaft immer nach Gesetzmäßigkeiten sucht, um die Realität durch Rechenmodelle erklären zu können. Die wissenschaftlichen Klimamodelle werden dabei kontinuierlich durch reale Messwerte geprüft und geschärft.
Es ist hingegen unwissenschaftlicher Unsinn, eine reale Messreihe, die auf den ersten Blick vielleicht eine kleine Überraschung enthält, ungeprüft als Gamechanger in die Welt zu postulieren. Vor allem, weil es eine einfache, überzeugende Erklärung für das gemessene C14/C12-Verhältnis gibt:
Die inhaltlich korrekte Gegendarstellung
Die Ursache für das gemessene Verhältnis der Kohlenstoff-Isotope C14/C12 liegt an der Durchmischung des Kohlenstoffs der Atmosphäre mit anderen Kohlenstoffspeichern unserer Erde, so dass sich das C14/C12-Verhältnis relativ schnell wieder ausgleicht, ohne dass der CO2-Gehalt der Atmosphäre abnimmt. Im unten angegebenen Video von Axel Kleidon aus dem YouTube-Kanal „Urknall, Weltall und das Leben“ ist dieser Prozess sehr schön erklärt. Damit wird der Fehler von Herrn Ganteföhr deutlich: